Der Rote Faden
Dass dein Wort in meinem Herzen starke Wurzeln schlägt
und dein Geist in meinem Leben gute Früchte trägt …
(Theo Lehmann)
In der Bibel finden wir häufig Bilder, die uns helfen, Gottes Gedanken zu verstehen. So wird das Wort Gottes verglichen mit einem Samenkorn, das in das Leben eines Menschen gesät wird und sprießt. Aus einem kleinen Samenkorn kann ein großer Baum mit einer herrlichen Krone und wunderbaren Früchten wachsen. Damit das geschehen kann, braucht es gute Bedingungen und Zeit. Ein Baum an einer Wasserquelle mit genügend gutem Nährboden und Licht kann gedeihen. Je höher der Spross dem Licht entgegenwächst, desto tiefer bildet sich ein Geflecht von feinen Wurzeln aus, um Nährstoffe und Wasser aufzunehmen und sich im Boden zu verankern.
Ein einzelner Baum ist oft gefährdet, durch Sturm
und andere Einflüsse umzuknicken. Darum werden junge Bäume im Schutz von großen Bäumen gepflanzt oder geschient und gestützt durch einen Pfahl oder Zaun. Ein Jünger Jesu ist eingepflanzt in den Garten Gottes, die Gemeinde Jesu Christi. Ein guter Ort, um die Lebenswurzeln zur Quelle -Jesus- auszustrecken und seine Kraft und Liebe aufzunehmen; auch ein guter Ort, um voneinander zu lernen, sich gegenseitig zu helfen und zu för-dern. Wurzeln bedeuten für einen Baum Lebensquelle und Lebenshalt zugleich. Ein Baum, der an der Wasserquelle steht, kann auch Hitze überstehen, ohne zu vertrocknen.
Dass Lebensbäume manchmal so schnell vertrocknen, liegt meistens nicht an der Hitze, sondern am fehlenden Wasser für die Lebenswurzeln. Auch für Jünger Jesu können dürre Zeiten der Krankheit, Belastung, Einsamkeit und Not kommen. Ist er eingewurzelt in Jesus Christus, der Quelle des Lebens, in seinem Wort und in der Gemeinde, verliert er nicht sein grünes Kleid der Hoffnung und Zuversicht. Wer sich auf Jesus verlässt und seine Lebenskraft aus der Beziehung mit Christus empfängt, wird wie ein guter Baum auch gute Früchte tragen.
Ich wünsche uns, dass wir mit Hingabe und erfüllt mit Dankbarkeit über die große Liebe Gottes in seinem Garten wachsen und unsere Gaben einsetzen zu seiner Ehre. Dann werden Früchte wachsen und reifen, aus deren Samen wieder neue Bäume wachsen.
Mit einem herzlichen Gruß,
eure Elisabeth Eichel

