Während ich diesen Text schreibe, ist noch nicht klar, ob, wir unsere Pastorenstelle besetzt haben oder nicht. Wenn Ihr diesen Text lest, möglicherweise schon.
Gemeinde im Umbruch. Geht es weiter ohne Pastor oder schlagen wir ein neues Gemeindekapitel auf? Lassen wir uns auf Neues ein? Einen Hirten mit dem wir uns gemeinsam auf den Weg machen? Sind wir offen für neue (geistliche) Impulse, für eine Außenansicht auf unsere Gemeinde, auf ein Fragen und Ringen, ein gemeinsames Hören auf Gottes Stimme? Begrüßen wir die Veränderungen, die damit einhergehen?
Wir sind „Gemeinde unterwegs“. So heißt unser Gemeindebrief und dies spiegelt sich in unserem Gemeindeleben und unserm Gemeindemotto wider. Unterwegs sein, um da zu sein für Gott und für Menschen, unterwegs sein, um nah zu sein - Gott und den Menschen.
Jesus war auch unterwegs. Er hat, zusammen mit seinen Jüngern, Städte und Landstriche durchwandert, ist Menschen begegnet, hat sie angesprochen, sie wahrgenommen, sie wirklich gesehen. Er hat Dinge getan, die ihn so anziehend gemacht haben, dass Menschen ihn aufgesucht und ihm gefolgt sind, vielleicht aus Neugierde, Faszination oder auch wegen seiner Lehre. Jesus hat hineingewirkt, in sein Umfeld. Wir würden heute sagen Vorträge gehalten, eingegriffen, sich involviert und Farbe bekannt und sich Menschen wertschätzend und helfend zugewendet. Ihm waren Menschen und Umstände nicht egal. Er hat seinen Auftrag, als Gottes Sohn in die Welt hineinzuwirken, ernst genommen.
Wir lesen aber auch, dass Jesus sich an Orten niedergelassen hat. Wahrscheinlich hat er gearbeitet und Geld verdient, Vieleicht brauchte er einen Ort, wohin er sich zurückziehen konnte, zum Schlafen, zum essen, oder auch, von dem aus er sich aufmachen konnte, um erneut unterwegs zu sein. Unser Gemeindehaus kann so ein Ort sein, für uns als Gemeinde. Ein Ort, von dem aus wir unterwegs sein können.
Was würde ich erleben, was würde ich sehen, wenn ich mir einige Stunden Zeit nehmen würde, und Rotenburg oder eine andere Ortschaft durchwandern würde? Auf wen würde ich treffen? Zu was würde ich mich herausgefordert fühlen?
Ich war letzte Woche mit meinem Fahrrad in der Fußgängerzone unterwegs. Ich erinnere mich noch heute an eine Frau, die traurig auf einer Bank saß. Im Vorbeigehen dachte ich kurz: „Wäre sie offen für ein freundliches Wort, ein ehrliches Interesse? Offen vielleicht sogar für Jesus?“ Ich wusste es letzte Woche nicht, und ich weiß es auch heute noch nicht, weil ich mich nicht habe unterbrechen lassen, mir keine Zeit genommen habe. Natürlich kann ich gute Gründe dafür nennen, dafür, dass ich vorbeigegangen bin. Ich trage seit einiger Zeit ein Armband, auf dem steht: „Was würde Jesus tun?“ Ja, was würde Jesus tun?
Gemeinde unterwegs, hin zu Gott, ihn mitnehmen zu den Menschen. Unterwegs sein, neugierig sein auf die Dinge, die Gott für uns und unsere Gemeinde vorbereitet hat. Offen sein, sich als unfertig erleben, immer auf der Suche nach Vervollkommnung. Wie kann ich persönlich unterwegs sein, wie wir als Gemeinschaft, als Hauskreis, als Musikteam, als Küchenteam, als Gemeinde insgesamt, um den Auftrag „Menschenfischer“ zu sein, zu erfüllen?
Wir sind unterwegs. Viele engagieren sich. Wir haben uns auf den Weg gemacht. Der Revitalisierungsprozess hat uns ermutigt und gute Impulse gesetzt. Gott beschenkt uns und wirkt in unsere Gemeinde hinein. Vielleicht haben wir einen Pastor, wenn Ihr das lest. Unser Auftrag ist davon unabhängig. Gemeinde ist nie Selbstzweck allein. Sie ist eine Gemeinschaft von Heiligen, gesandt zu den Menschen, um die Frohe Botschaft des Evangeliums zu verkünden, verwurzelt in der Jüngerschaft, in der wir Jesus Christus immer ähnlicher werden.
Wir sind von Christus gesendete Jüngerinnen und Jünger, unterwegs zu den Menschen in Rotenburg: Da sein – nah sein! Gott und den Menschen!
Gottes Segen für Euch und für Menschen durch Euch.
Elke Grapentin
Wir engagieren uns hier:
Arbeitskreis Christlicher Kirchen (ACK) in Rotenburg /Wümme
Jeden Sonntag um 10 Uhr ist bei uns Gottesdienst. Diese können in verschiedene Sprachen übersetzt werden. Du benötigst nur ein Handy und einen mit deinem Handy verbundenen Kopfhörer.
Wenn ihr den HERRN sucht, wird er sich von euch finden lassen.
- 2. Chronik 15,2
Die Frau spricht zu Jesus: Ich weiß, dass der Messias kommt, der da Christus heißt. Wenn dieser kommt, wird er uns alles verkündigen. Jesus spricht zu ihr: Ich bin’s, der mit dir redet.
- Johannes 4,25-26
Es sind viele Menschen in unterschiedlichen Gruppen aktiv und bereichern so unser Gemeindeleben.
Sprich uns an!
Unsere Gemeindeleitung
Elisabeth Eichel
Elisabeth Eichel ist zuständig für Mitglieder, Diakonie, Mission und Hauswirtschaft.
Elke Grapentin
Elke Grapentin ist die stellvertretende Gemeindeleiterin und zuständig für Gemeindegruppen, Mitarbeiterschulungen und Seelsorge.
Joachim Behrens
Joachim Behrens ist Gemeindeleiter und zuständig für Personal, Termine und Gottesdienstplanung.
Rainer Broy
Rainer Broy ist in zuständig für Haus und Hof / Weiterentwicklung und für Technik.
"Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen."
Johannes 6:37
Übrigens...
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Da wir keine Kirchensteuer erheben, werden sämtliche Kosten unserer Arbeit durch freiwillige Spenden der Mitglieder, Freundinnen und Freunde der Gemeinde gedeckt.
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